Jakob Augstein

Jakob Augstein, 1967 in Hamburg geboren, ist Verleger und Publizist. Er studierte Politik in Berlin und Paris, war als Reporter für die Süddeutsche Zeitung tätig und schrieb Kolumnen für Spiegel Online.
Seit 2011 sendet er regelmäßig zu politischen Themen. Im Podcast-Format „Augstein und Blome“ und heute vierwöchentlich live aus dem Literaturhaus Berlin.
Im „radioeins und Freitag Salon“ spricht er mit Gästen z.B. über gesellschaftliche Zwänge und Politik im Kontext Kultur. 2022 erschien sein Roman-Debüt „Strömung“. Nun folgt 2024 ...

"Die Farbe des Feuers"

Rebecca will heiraten. Wehmütig macht sich ihre Freundin Swann auf den Weg nach Südfrankreich: Sie hatte gehofft, dass es zu dieser Hochzeit nie kommen würde. Die ganze Familie findet sich in dem alten Haus mit dem blühenden Garten ein, das inmitten der kargen Landschaft der Garrigue liegt – nur Sami fehlt, der algerische Gärtner. Während der Garten zur Bühne der kommenden Hochzeit wird, mischt sich der süße Duft der Orangen in den bitteren Geschmack unerfüllter Sehnsüchte: Swann liebt Rebecca, aber Rebecca heiratet Gabriel, obwohl er ihr nichts bedeutet. Dann lässt eine Nachricht alle innehalten: Die Kathedrale von Notre Dame brennt. Und am nächsten Tag kehrt Sami aus Paris zurück.

In leuchtenden Farben und kunstvoller Sprache erzählt Jakob Augstein von zwei Frauen, die einander verfehlen, von der zerstörerischen Kraft der Liebe und von der Magie des Südens.

Erscheint im März 2024 | Aufbau Verlag

Foto (c) Mathias Bothor

 
Franziska Augstein

Franziska Augstein studierte Geschichte, Politologie und Philosophie in Berlin, war Ende der 80er Jahre Redakteurin des Zeit-Magazins und promovierte 1996 am University College London über frühe Rassentheorien. Die Journalistin schrieb für das Zeit-Magazin, die Frankfurter Allgemeine und die Süddeutsche Zeitung. Für ihr Essay über Martin Walser wurde ihr 2000 der Theodor-Wolff-Preis verleihen. 2021 publizierte sie eine Sammlung ihrer Wirtschaftskolumnen, die in der SZ unter dem Rubrum „Augsteins Welt“ erschienen: „Von Wagemut, Irrtum und Verblendung“.

"Winston Churchill"

Unter den herausragenden Politikern des 20. Jahrhunderts ist Churchill der schillerndste. Hollywood hat den Adeligen mit der Zigarre längst zu einer Filmund Heldenfigur überhöht. Seine Sätze, dass er etwa »außer Blut, Schweiß und Tränen« nichts zu bieten habe, sind geflügelte Worte. Churchill gilt als einer der größten Redner der Geschichte, hat seinen aufwendigen Lebensunterhalt als Schriftsteller und Journalist bestritten. Er galt in den dreißiger Jahren als politisch erledigt, doch da er unermüdlich vor der Bedrohung durch Deutschland gewarnt hat, wurde er über Nacht Premierminister während deutsche Truppen in Frankreich einmarschierten und war Hitlers härtester Gegner.

Winston Churchill, der Held des 20. Jahrhunderts: Er hat Hitler aufgehalten.

Das Buch erscheint am 14. März 2024 | dtv

Foto (c) Jürgen Bauer

 
Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier, in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bis heute hat er bei Hanser 14 Romane und Gedichtbände veröffentlicht, darunter Zwei Herren am Strand (2014) oder Der Liebhaber bald nach dem Frühstück (Edition Lyrik Kabinett, 2012). Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk und 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis.

"Das Philosophenschiff"

Mit diesem großen Werk schließt Michael Köhlmeier an seinen Bestseller „Zwei Herren am Strand“ an. Zu ihrem 100. Geburtstag lädt die Architektin Anouk Perleman-Jacob einen Schriftsteller ein und bittet ihn darum, ihr Leben als Roman zu erzählen. In Sankt Petersburg geboren, erlebt sie den bolschewistischen Terror. Zusammen mit anderen Intellektuellen wird sie als junges Mädchen mit ihrer Familie auf einem der sogenannten „Philosophenschiffe“ auf Lenins Befehl ins Exil deportiert. Nachdem das Schiff fünf Tage und Nächte lang auf dem Finnischen Meerbusen treibt, wird ein letzter Passagier an Bord gebracht und in die Verbannung geschickt: Es ist Lenin selbst.

Erscheint im Januar 2024

Foto (c) Peter-Andreas Hassiepen

 
Inger-Maria Mahlke

Inger-Maria Mahlke wuchs in Lübeck und auf Teneriffa auf, studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Ihr Debütroman Silberfischchen wurde ein Jahr später mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet. Es folgen weitere Preise, wie der Ingeborg-Bachmann-Preis, der Ernst-Willner-Preis, den Karl-Arnold-Preis und 2018 den Deutschen Buchpreis für ihren Roman Archipel.

"Unsereins"

Eine Lübecker Familie, protestantisch, konservativ, kaisertreu: die Lindhorsts. 1890 kommt Marthe in dem weitläufigen Patrizierhaus in der Königstraße zur Welt. Um sie eine Schar älterer Brüder, deren Freiheiten nicht ihre sein werden. Und doch ist es ein Leben mit glänzenden Aussichten. Bis ein Bestsellerroman, verfasst vom Sohn eines verstorbenen Bekannten, den respektablen Lindhorsts klarmacht, dass sie für ihr Umfeld auch nach zwei Generationen noch immer «die Jüdischen» sind.

Der neue Roman der Buchpreisträgerin ist eine epische Familiengeschichte voll von Respekt, Humor und tiefer Einsicht. Der Roman einer Stadt und ihrer Gesellschaft, ihrer Bürger und Lohndiener, der Handwerker und, vor allem, ihrer Frauen.

Erschienen im November 2023 | Rowohlt

Foto (c) Conny Friedrich-Meyer

 
Johanna Sebauer

Johanna Sebauer, 1988 in Wien geboren und in einem kleinen burgenländischen Dorf aufgewachsen. Sie hat Politikwissenschaften und Journalismus studiert und arbeitet in der Wissenschaftskommunikation. Für die Arbeit an ihrem Debütroman ›Nincshof‹ hat sie Stipendien des österreichischen Kulturministeriums, des Kulturreferates des Burgenlandes sowie der Hamburger Kulturbehörde erhalten. Eine erste Fassung wurde 2019 mit dem Burgenländischen Literaturpreis ausgezeichnet. Johanna Sebauer lebt in Hamburg.

Nincshof | Im Vergessenwerden liegt die Freiheit
In einer Zeit, in der jeder nach größtmöglicher Aufmerksamkeit giert, hat Johanna Sebauer einen höchst amüsanten Roman darüber geschrieben, welch große Freiheit im Nicht-bemerkt-Werden liegt.

Nincshof, ein kleines Dorf an der österreichisch-ungarischen Grenze, soll vergessen werden. So der Plan dreier Männer, die sich »die Oblivisten« nennen und raus wollen aus der hektischen Zeit. Wenn niemand mehr von ihnen weiß, können sie und das ganze Dorf in Freiheit und Ruhe leben. Laut Legende ist das in Nincshof schon einmal so gewesen. Ausgerechnet die alte Erna Rohdiebl soll dabei helfen, dass dieses Vorhaben gelingt, denn die drei Männer glauben, dass die alte Frau die Freiheit im Blut hat und daher genau die Richtige für ihre Bewegung ist. Erna Rohdiebl wiederum hat in ihrem langen Leben selten Dümmeres als die Idee zu verschwinden gehört, aber ihre Neugierde siegt. [...] Alles scheint nach Plan zu verlaufen. Wenn da nicht die Neuen aus der Stadt wären. Ein turbulenter Sommer beginnt, und es entspinnt sich eine Geschichte über das Vergessen und das Erinnern. Über das Leben und seine Irrwitzigkeiten. Übers Heutige und Gestrige.

Erschienen im Juli 2023 | Dumont

Bild © Birte Filmer