Husch Josten

Husch Josten wurde 1969 in Köln geboren. Sie studierte Geschichte und Staatsrecht in ihrer Heimatstadt und in Paris, wo sie auch als Journalistin volontierte. In Köln, Paris und London schrieb sie für Tageszeitungen und Magazine. Zeitgleich entstand ihr Romandebüt „In Sachen Joseph“, das 2011 bei Berlin University Press (bup) erschien und für den aspekte-Literaturpreis nominiert war.

2012 legte Husch Josten ihren zweiten Roman „Das Glück von Frau Pfeiffer“ vor, im Frühjahr 2013 den Kurzgeschichtenband „Fragen Sie nach Fritz“ (beide bup). Im September 2014 wurde (ebenfalls bei bup) ihr dritter Roman „Der tadellose Herr Taft“ veröffentlicht. Mit ihrem vierten Roman „Hier sind Drachen“ (März 2017) wechselte Husch Josten in den Berlin Verlag, eine Tochter des Piper Verlags, wo im August 2018 ihr Roman „Land sehen“ erschien.

2019 wurde Husch Josten mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet.

"Eine redliche Lüge""

Einen Sommer lang arbeitet Elise für das gesellige Paar Margaux und Philippe in deren Ferienhaus in der Normandie. Fasziniert von den vielen illustren Gästen in der Domaine de Tourgéville, vom Leben, Wesen und der Ehe der Leclercs, wird die junge Frau zur eindringlichen Beobachterin von Sein und Schein. Sie erlebt ein Panoptikum der menschlichen Täuschungen, begreift, dass das Streben nach Glück und die Bereitschaft zum Betrug zwei Seiten derselben Medaille sind. Eines Abends jedoch wird die Gelassenheit dieses Sommers jäh und derart umfassend erschüttert, dass es auch Elises Leben für immer prägt.
Ein hochaktueller Gesellschaftsroman, der im Erzählen Antworten sucht auf so viele offene Fragen unserer Zeit – klug, charmant und unwiderstehlich.

Am 1. September 2021 wird Husch Jostens neuer Roman „Eine redliche Lüge“ erscheinen.

Copyright: © Charlotte Josten

 
Georg Klein

Georg Klein, 1953 in Augsburg geboren, veröffentlichte die Romane «Libidissi», «Barbar Rosa», «Die Sonne scheint uns» und «Sünde Güte Blitz» sowie die Erzählungsbände «Anrufung des Blinden Fisches», «Die Logik der Süße» und «Von den Deutschen». Für seine Prosa wurden ihm der Brüder-Grimm-Preis und der Bachmann-Preis verliehen; für «Roman unserer Kindheit» erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse. 2013 erschien sein Roman «Die Zukunft des Mars». Mit «Miakro» war er 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse und für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert.

"Bruder aller Bilder"
Irgendetwas führt Sportreporter Addi Schmuck im Schilde, als er arrangiert, dass seine junge Kollegin Moni Gottlieb für ihn von allen redaktionellen Pflichten freigestellt wird. Ebenso zwingend selbstverständlich scheint, dass sie ihr Smartphone zu Hause lassen muss, bevor sie die Arena des Bundesliga-Clubs am Südrand der Stadt ansteuern. Der dortige Greenkeeper hat mit einem rätselhaften Naturphänomen zu kämpfen und erhofft sich von Schmuck einen rettenden Rat. Allerdings ist Schmuck in dieser Frage selbst des Beistands bedürftig. Er macht seine Kollegin mit einem brüderlichen Freund bekannt, der ein merkwürdig verwachsenes Refugium bewohnt und nur «der Auskenner» genannt wird. Ein Spiel zu dritt beginnt. Und Moni Gottlieb, die ebenso vorsichtig wie hellsichtig ist, darf erfahren, wie sich Diesseits und Jenseits verflechten können.

Erscheinungstermin: 17.08.2021

Foto (c) picture-alliance/F.May

 
Jarka Kubsova

Jarka Kubsova wurde 1977 in Tschechien geboren. Im Alter von zehn Jahren emigrierte sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte Soziologie und Sozialökonomie in Hamburg. Nach einem Volontariat bei der »Financial Times Deutschland« war sie dort als Reporterin tätig, später beim »Stern« sowie bei der »ZEIT«. Als Ghostwriterin verfasste sie mehrere erfolgreiche Sachbücher, mit Franziska Böhler schrieb sie den Bestseller »I´m a Nurse«. Für ihr Romandebüt »Bergland« lebte Jarka Kubsova sieben Monate lang auf einem Bergbauernhof in Süditirol.

"Bergland"

Rosa ist eine, wie man sie im Alpendorf Tiefenthal noch nicht gesehen hat. Als in den vierziger Jahren die Söhne Südtirols vom Krieg verschluckt werden, bleibt die jüngste Tochter des Breitenberger Hofes mit dem Vater allein zurück. Auf dessen Tod folgen harte Jahre, in denen Rosa völlig auf sich allein gestellt der Natur ein Leben abtrotzt. Knapp unterhalb der Anbaugrenze am obersten Rand des Dorfes liegt ihr Hof, und Rosa muss als Frau den steilen, schwer zu bewirtschaftenden Boden bearbeiten. Zwei Generationen später sind Rosas Enkel Hannes und seine Frau Franziska auf Feriengäste angewiesen, um das jahrhundertealte Erbe des Hofes zu erhalten. Doch obgleich die Landschaft für Reisende idyllisch aussieht: Das Leben hier oben ist kein Postkartenidyll. Neuen Probleme tun sich auf und zugleich die alte Frage: gehen oder bleiben? Mit frischem Blick und mitreißender Sprache erzählt Jarka Kubsova die Geschichte einer Südtiroler Bauernfamilie über drei Generationen hinweg.

»Wer am Tag einen Hektar Bergland bestellt hatte, der spürte am Abend seine Knochen schmerzhafter als sein Herz, und das war besser zu ertragen.«

Erschienen am  24.05.2021

Foto (c) Christop Niemann

 
Moritz Rinke

Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, ist einer der führenden Dramatiker seiner Generation. Seine Theaterstücke, u.a. »Republik Vineta«, »Wir lieben und wissen nichts« oder »Westend«, werden national und international gespielt und erreichen ein Millionenpublikum. Sein Debütroman »Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel« (2010) wurde zum Bestseller. Zuletzt erschien bei Kiepenheuer & Witsch der Kolumnenband »Erinnerungen an die Gegenwart« (2014). Moritz Rinke lebt in Spanien und in Berlin.

Ein Postbote auf Lanzarote, der um seinen Sohn kämp€, ein seltsamer Tisch, der ein dunkles Familiengeheimnis aus dem Spanischen Bürgerkrieg birgt, und ein blauer Ball, der über die Insel der hundert Vulkane bis nach Afrika rollt: Moritz Rinke entfacht in seinem zweiten Roman mit unvergleichlicher Tragikomik und schier atemberaubender Erzählkunst ein Feuerwerk an Geschichten.

"Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández Garcia"

In seinem kleinen Postbüro in Yaiza sortiert Pedro Fernández García seit Erfindung des Internets keine Briefe mehr, sondern nur noch Werbesendungen. So hat er unendlich viel Zeit, um am Hafen Café con leche zu trinken, seinem Sohn Miguel alles über historische Vulkanausbrüche zu erzählen und den Geheimnissen seiner Familie auf den Grund zu gehen. Was hat sein Großvater in den dreißiger Jahren in Spanisch-Marokko gemacht? Wer war der mysteriöse Deutsche, bei dem er angestellt war? Als sich Pedros große Liebe Carlota von ihm trennt und mit Miguel nach Barcelona zieht, wird es plötzlich still in seinem Leben. Auch sein Freund Tenaro, ein arbeitsloser Fischer ohne Boot, der angeblich mit Hemingway verwandt ist, kann ihn nicht aufheitern. Und dann sitzt da auf einmal ein Mann in seiner Küche, Amado, ein Flüchtling, der auf Lanzarote die Freiheit gesucht und ein Gefängnis vorgefunden hat. Pedro, Tenaro und Amado beschließen, Miguel zurückzuholen. Sie schmieden einen wahnwitzigen Plan – und merken, wie viel es zu gewinnen gibt, wenn alles verloren scheint.

Erscheinungstermin: 19.08.2021

Bild © Peter Sickert

 
Denis Scheck

…gründete bereits als 13jähriger eine literarische Agentur. 
Der heute 52jährige studierte Germanistik, Zeitgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Düsseldorf und an der University of Texas in Dallas. Heute ist er als Literatur-kritiker und Fernsehmoderator tätig, als Übersetzer hauptsächlich US-amerikanischer und britischer Autoren übertrug er zahlreiche Romane unter anderem von Michael Chabon. Ruth Rendell und Robert Stone. Den Fernsehzuschauern ist er vor allem als Moderator des Büchermagazins „Druckfrisch bekannt”, das seit dem 9. Februar 2003 monatlich im Ersten ausgestrahlt wird, sowie von “Lesenswert” und “Kunscht” im SWR Fernsehen. Für seine Arbeit als Kritiker und Sachbuchautor erhielt Scheck zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Champagne-Preis für Lebensfreude 2015, Hildegard-von-Bingen-Preis 2014, Bayerischer Fernsehpreis 2013. Sonderpreis zum Hajo-Friedrichs-Preis 2012, Deutscher Fernsehpreis 2011.

„Kaum einer pfeffert Bücher derart schwungvoll ins Aus.”
– Der Tagesspiegel

 

Foto (c) Schwiering