Sabrina Janesch

Sabrina Janesch, geboren 1985 im niedersächsischen Giffhorn, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Polonistik in Krakau. Nach verschiedenen Stationen in Europa und Südamerika lebt sie heute mit Mann und zwei Töchtern in Münster. Ihre vielfach ausgezeichneten Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt; für ihren Bestseller Die goldene Stadt erhielt sie 2017 den Annette-von Droste-Hülshoff-Preis.

Territorium | Hawai‘i 1893: Noch wiegen sich Kokospalmen im Wind, stehen Regenbögen am Himmel, da braut sich am Horizont bereits ein Sturm zusammen. Amerikanische Großkapitalisten stürzen in einem Staatsstreich die Königin und bereiten die Annexion durch die USA vor. In Honolulu brodelt es, gehen die Risse auch durch die einflussreiche deutsche Gemeinschaft des Archipels, denn ein Land wird gestohlen – und wehrt sich. Inmitten des Geschehens drei außergewöhnliche Frauen: Die weise, gewitzte Königin Lili‘uokalani, ihre deutsche Beraterin Gertrude Wolf und die mutige Journalistin Emma Nāwahī verbindet nicht nur die Liebe zum Land Hawai‘i und die Vision seiner Zukunft, sondern vor allem tiefe Freundschaft – die angesichts des drohenden Untergangs ihrer Welt auf die Zerreißprobe gestellt wird. […] Ein mitreißender, bildgewaltiger Roman über den Preis der Freiheit und der Selbstbestimmung.

Erscheint am 04. September 2026 | Rowohlt
Portrait © Jana Mai

 
Michael Kleeberg

Michael Kleeberg, 1959 in Stuttgart geboren, studierte Politische Wissenschaften und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom, Amsterdam und Paris arbeitet heute als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen »Ein Garten im Norden«, »Der König von Korsika«, »Karlmann« und »Das amerikanische Hospital«, für das Kleeberg den Evangelischen Buchpreis erhielt. Sein Roman »Vaterjahre« wurde u.a. mit dem FriedrichHölderlin-Preis ausgezeichnet. 2016 erhielt Michael Kleeberg für sein Gesamtwerk den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Achilles in Taormina | Er war ein Draufgänger in jeder Hinsicht, ein Charmeur und ein Poseur. Eine Legende, ein Idol, ein Revolutionär des Stils. Seine Präsenz, wenn er zur Tür hereinkam, war überwältigend. Und: Der Zauber seiner Person übertrug sich auf seine Literatur. Doch hinter dem bewunderten Kultautor stand ein Getriebener – einer, der sich stets beweisen musste. Hemingway verlangte nicht nur sich selbst, sondern auch anderen das Letzte ab. Allen, die ihm nahekamen, drohte die Gefahr, von seiner Legende angesteckt und zersetzt zu werden – so letztlich auch der Erzähler dieses Romans.

Mit einer raffinierten autofiktionalen Volte setzt sich der Schriftsteller Michael Kleeberg auf die Spur des überlebensgroßen Kollegen, der als meisterlicher Erzähler, Lebemann und Abenteurer weltweit Kultstatus erlangt hat. In dem Vorsatz, nein: in der Obsession, sich dem Idol anzuverwandeln, schafft er sich durch fabulierende Neuerfindung eine eigene Identität. Und kommt dabei Hemingways Geheimnis ganz nahe. Text © Vivian J. Rheinheimer

Erscheint am 27. Mai 2026 | Penguin
Portrait © Susanne Schleyer

 
Manik Sarkar

Manik Sarkar, geboren 1973 in Groningen, übersetzt Literatur aus dem Französischen und Englischen und arbeitet als Dozent an der Übersetzer-Fachschule in Amsterdam und dies ist sein vielversprechendes Debut als Schriftsteller! 

'Ochsenkopf' ist ein tragikomischer Roman über einen leidenschaftlichen Menschen, der an sich selbst und den Veränderungen um ihn herum scheitert. Und Manik Sarkar fesselt die Leser:innen mit seinem bestechend unterhaltsamen Stil. | Rensing junior brennt für die Welt der Fleisch- und Wurstwaren, schon als Kind hilft er dem Vater in der Metzgerei. Er will alles moderner und effizienter machen. Noch wichtiger aber ist ihm die Qualität des Fleisches, nur das allerbeste ist gut genug für seine Kunden. Doch genau für diese Kunden fehlt ihm jedes Gespür. Stur versucht er seine Ideale zu verwirklichen, aber als immer mehr Dorfbewohner an seinem Geschäft vorbei zum Supermarkt gehen, wird sein Leben zunehmend zum Kampf eines einsamen Metzgers gegen den Rest der Welt ...

Erscheint am 21. Juli 2026 | Zsolnay
Portrait © Jan Reinier van der Vliet

 
Denis Scheck

Denis Scheck gründete bereits als 13jähriger eine literarische Agentur. Inzwischen flankieren zahlreiche Auszeichnungen sein Schaffen u.a. der Champagne-Preis für Lebensfreude, der Hildegard-von-Bingen-Preis, der Bayerischer Fernsehpreis, ein Sonderpreis zum Hajo-Friedrichs-Preis, Deutscher Fernsehpreis.

Seit vielen Jahren setzt der studierte Germanist und Politikwissenschaftler als Literaturkritiker Massstäbe. Er moderiert u.a. regelmäßig das Literaturformat „Druckfrisch“ der ARD und hat selbst etliche Titel veröffentlicht. Darunter sein „Kulinarischer Kompass“ und „Schecks Kanon“, in dem er die 100 wichtigsten Titel der Weltliteratur bespricht.

Im Rahmen unserer Literatur am Meer gelesen präsentiert er seine – jedes Jahr aufs Neue mit Spannung erwartete – persönliche Hit-Liste der Neuerscheinungen. Mit viel Sprachkunst präsentiert Denis Scheck ein buntes Portfolio aller Genres.

Der Tagesspiegel kommentiert: Kaum einer pfeffert Bücher derart schwungvoll ins Aus.

Portrait © Andreas Hornoff

 
Gabriele von Arnim

Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für DIE ZEIT und SÜDDEUTSCHE, BR und WDR und arbeitete als Moderatorin für ARTE, SDR/SWR und SF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen, hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt in Berlin

Abschied leben | Abschied ist immer und überall. Jeden Abend nehmen wir Abschied vom Tag. Jeden Morgen verabschieden wir uns von der Nacht. Wir nehmen Abschied von Jobs, Jahreszeiten, Wohnungen, Träumen, Städten, von der Jugend, der Kraft, der Zeit, von unberührter Natur, von früheren Ichs unserer selbst. Kinder gehen in die Welt, Eltern in den Tod, Liebhaber zur nächsten Frau oder zum nächsten Mann. Dem endgültigen Abschied entrinnt ohnehin keiner. «Manchmal übe ich sterben», schreibt die Autorin. Und nun nehmen wir auch noch Abschied von der Friedensgewissheit und von der Gewissheit der liberalen Demokratie. Abschiede sind unsere täglichen Lebensgefährten und Lehrmeister. Aber Abschied ist nicht nur Verlust und Traurigkeit, Abschied ist auch befreiend. Viel zu oft vergessen wir den Aufbruch im Abschied. Übersehen die Freiheit der Ungewissheit.

Tagebuch eines Zeitgefühls. In ihrem Tagebuch erzählt Gabriele von Arnim ein Jahr lang über Abschiede, über Gegenwartsängste und das Ringen um Zukunftszuversicht, über Abschiede von früheren Ich-Gestalten, über Lebenslust und über die Unausweichlichkeit des letzten Abschieds

Erschienen am 17. April 2026 | Rowohlt Verlag

PORTRAIT © Paulina Hildesheim