Autoren, hautnah

Seit 2011 hat sich „Literatur am Meer gelesen“ kontinuierlich zu einer hochkarätig besetzten Literaturwoche entwickelt:
Fünf Bestsellerautoren lesen für Sie im Hotel Genueser Schiff aus ihren aktuellen Werken. Erleben Sie großartige Literatur aus allen Genres live!

Inzwischen sind zu unserer traditionellen Literaturwoche im September auch
Einzelveranstaltungen an ausgewählten Wochenenden im Frühjahr und im Herbst hinzugekommen. 

Eintritt € 19,00 im Vorverkauf, € 21,00 an der Abendkasse. 

  • Eintrittskarten im Hotel Genueser Schiff
  • Buchhandlung Schneider Service Lübeckerstraße 18, 24306 Plön, Tel.: 04522 78 99 39)
  • online unter www.luebeck-ticket.de zum Selberausdrucken 

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Programm 2019 (kurz)
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Termin verschoben  - Neues Datum folgt 
Ulla Hahn
"Wir werden erwartet"

So 15.09.2019 19:00
Karen Köhler
"Miroloi"

Mo 16.09.2019 19:00    
Steffen Kopetzky
"Propaganda"

Di 17.09.2019 19:00    
F.C. Delius
"Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich"

Mi 18.09.2019 19:00    
Denis Scheck
 stellt die Neuerscheinungen 2019 vor

Do 19.09.2019 19:00    
Nora Bossong
"Schutzzone"

 

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Literatur Arrangement
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Zu diesen Veranstaltungen bieten wir zusätzlich zu den individuellen Übernachtungen spezielle Arrangements an – Angebot gilt nach Verfügbarkeit.

Literaturwoche vom 15.09.2019 - 20.09.2019

  • 5 Übernachtungen inkl. Ausschlaf-Frühstück
  • Hauptgang vor den Lesungen
  • Eintritt zur Lesung

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Einzelzimmer pro Person 
Genueser Schiff: € 575,00 bis € 1.325,00
Genueser Landhaus: € 450,00 bis 825,00
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Doppelzimmer pro Person 
Genueser Schiff: € 450,00 bis 750,00
Genueser Landhaus: € 375,00 bis 500,00
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Einzelveranstaltung  im November
Datum und Autor noch offen

Einzelveranstaltung  im Februar
Datum und Autor noch offen

 
Ulla Hahn
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Uhr


Termin verschoben - Neues Datum folgt

Ulla Hahn, aufgewachsen im Rheinland, arbeitete nach ihrer Germanistik-Promotion als Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, anschließend als Literaturredakteurin bei Radio Bremen. Schon ihr erster Lyrikband, "Herz über Kopf" (1981), war ein großer Leser- und Kritikererfolg. Ihr lyrisches Werk wurde u. a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Für ihren Roman „Das verborgene Wort“ (2001) erhielt sie den ersten Deutschen Bücherpreis. 2009 folgte der Bestseller "Aufbruch", der zweite Teil des Epos, und auch Teil drei, "Spiel der Zeit" (2014), begeisterte Kritiker wie Leser. "Wir werden erwartet" (2017) bildet den Abschluss ihres autobiografischen Romanzyklus um das Arbeiterkind Hilla Palm.

"Wir werden erwartet"

Die Welt steht Hilla Palm offen. Nach langem Suchen hat das Mädchen aus einfachem Hause endlich ihre Heimat gefunden: in der Literatur und mit Hugo, dem Mann, der Hilla mit all ihren bitteren Erfahrungen annimmt. Zusammen entdecken sie die Liebe und erleben die 68er Jahre, in denen alles möglich scheint. Doch dann durchkreuzt das Schicksal ihre Pläne, und verzweifelt sucht Hilla Halt bei Menschen, die für eine friedvollere, gerechtere Welt kämpfen. Die marxistische Weltanschauung wird ihr zum neuen Zuhause. Beherzt folgt sie ihren Überzeugungen und muss am Ende doch schmerzlich erkennen, dass Freiheit ohne die Freiheit des Wortes nicht möglich ist. »Wir werden erwartet« erzählt mitreißend die Geschichte einer suchenden jungen Frau in den turbulenten Jahren zwischen 1968 und dem Deutschen Herbst, ein Entwicklungsroman und zugleich Entwicklungsgeschichte der Bundesrepublik.

Bild © Julia Braun

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Karen Köhler
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Sonntag 15.09.
19:00 Uhr


Karen Köhler hat Schauspiel studiert und zwölf Jahre am Theater in ihrem Beruf gearbeitet. Heute lebt sie auf St. Pauli, schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Prosa. Ihre Theaterstücke stehen bei zahlreichen Bühnen auf dem Spielplan. 2014 erschien ihr viel beachteter Erzählungsband "Wir haben Raketen geangelt". 2017 erhielt sie für ihren Roman Miroloi ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, 2018 das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds.

"Miroloi"

Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman katapultiert uns direkt hinein in den Kopf einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gemeinschaft aufwachst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem.´Was passiert in einem solchen Dorf, wenn man sich als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt? Wenn man den Konjunktiv und heimlich lesen lernt, Freundschaften und Allianzen schließt, sich verliebt und endlich, endlich einen Namen bekommt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt Miroloi von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Unbändig und feinfühlig konnte dieses Buch an jedem Ort und in jeder Zeit spielen. Ein großer Roman, in dem jedes Detail brennt und leuchtet – und die bewegende Geschichte eines ganzen Lebens, nicht weit von hier.

Copyright: © Christian Rothe

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Steffen Kopetzky
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Montag 16.09.2019
19.00 Uhr



Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Sein letzter Roman «Risiko» (2015) stand monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Von 2002 bis 2008 war Kopetzky künstlerischer
Leiter der Theater-Biennale Bonn. Er lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.

"Propaganda"

John Glueck ist im Krieg. Tief in Deutschland, im dunklen Hürtgenwald in der Eifel, 1944. Vor kurzem noch war er Student in New York, voller
Liebe zur deutschen Kultur seiner Vorfahren; dann, als Offizier bei Sykewar, der Propaganda-Abteilung der US-Army, traf Glueck in Frankreich sein Idol Ernest Hemingway. Für ihn zieht Glueck in den scheinbar unbedeutenden, doch von der Wehrmacht eisern verteidigten Hürtgenwald bei Aachen. Er entdeckt das Geheimnis des Waldes, als eine der größten Katastrophen des Zweiten Weltkriegs beginnt: die «Allerseelenschlacht» mit über 15 000 Toten. Was kann John Glueck noch retten? Sein Kamerad Van, der waldkundige Seneca-Indianer? Seine
halsbrecherischen Deutschkenntnisse? Ein Wunder?

Niemand trat unverändert wieder aus dem «Blutwald» heraus, den die Ignoranz der Generäle zu einem Menetekel auch folgender Kriege machte. Zwanzig Jahre später, in Vietnam, erfährt John Glueck: Die Politik ist zynisch und verlogen wie eh und je. Er wird handeln, und sein
Weg führt von der vergessenen Waldschlacht direkt zu den PentagonPapers.

Bild © by Enno Kapitza

Das Buch erscheint am 20. August 2019

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Friedrich Christian Delius
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Dienstag 17.09
19.00 Uhr


Friedrich Christian Delius, geboren 1943 in Rom, in Hessen aufgewachsen, lebt seit 1963 in Berlin. Seine Werkausgabe im Rowohlt Taschenbuch Verlag umfasst derzeit achtzehn Bände. Friedrich Christian Delius wurde unter anderem mit dem Fontane- Preis, dem Joseph-Breitbach Preis und 2011 mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

"Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich"

Kassandra wird gekündigt. „Kassandra“ ist der Spitzname eines durchaus heiteren Wirtschaftsredakteurs, der den Fehler hat, lieber eigenen Recherchen zu folgen als den Pressesprechern der Minister und Konzerne. Der in der Kantine schon mal die Frage stellte, welche Politiker wohl in die Hölle kommen müssten, nachdem sie jahrzehntelang eine vernünftige Einwanderungspolitik verweigert haben. Noch am Abend seiner Entlassung schreibt er weiter – nun im Tagebuch, frischer und frecher. Manchmal denkt er dabei an seine achtzehnjährige Nichte, die später vielleicht fragen wird: Wie war das damals im frühen 21. Jahrhundert, als Europa auseinanderbröselte? So konzentriert er sich auf die Vergewaltigung Griechenlands in der Bankenkrise. Und auf die Blindheit gegenüber China, das mit seiner Wirtschaftsmacht und antidemokratischen Ideologie immer näher rückt. Der gefeuerte Journalist flaniert durch Berlin und durch die deutsche Presse; er hört Jazz und das tektonische Beben der alten Weltordnung. Mit seinem Freund Roon, der nach Jahren in den USA nun Landarzt auf Rügen werden will, phantasiert er beim Wandern über die Kreidefelsen schon mal hundert Jahre voraus: wenn dankbare Chinesen der heutigen Kanzlerin ein Denkmal auf Rügen errichten. Ein widerborstiger, pointierter, hochpolitischer und hellsichtiger Roman

Bild © Jürgen Bauer

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Denis Scheck
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Mittwoch 18.09
19.00 Uhr


…gründete bereits als 13jähriger eine literarische Agentur. 
Der heute 52jährige studierte Germanistik, Zeitgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Düsseldorf und an der University of Texas in Dallas. Heute ist er als Literatur-kritiker und Fernsehmoderator tätig, als Übersetzer hauptsächlich US-amerikanischer und britischer Autoren übertrug er zahlreiche Romane unter anderem von Michael Chabon. Ruth Rendell und Robert Stone. Den Fernsehzuschauern ist er vor allem als Moderator des Büchermagazins „Druckfrisch bekannt”, das seit dem 9. Februar 2003 monatlich im Ersten ausgestrahlt wird, sowie von “Lesenswert” und “Kunscht” im SWR Fernsehen. Für seine Arbeit als Kritiker und Sachbuchautor erhielt Scheck zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Champagne-Preis für Lebensfreude 2015, Hildegard-von-Bingen-Preis 2014, Bayerischer Fernsehpreis 2013. Sonderpreis zum Hajo-Friedrichs-Preis 2012, Deutscher Fernsehpreis 2011.

„Kaum einer pfeffert Bücher derart schwungvoll ins Aus.”
– Der Tagesspiegel

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Nora Bossong
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Donnerstag 19.09
19.00 Uhr


Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, schreibt Lyrik, Romane und Essays, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Kunstpreis Berlin und dem Roswitha-Preis. Zuletzt erschienen im Hanser Verlag ihr Roman 36,9° (2015) und ihre Reportage Rotlicht (2017) sowie im Suhrkamp Verlag der Gedichtband Kreuzzug mit Hund (2018). Nora Bossong lebt in Berlin.

"Schutzzone"

Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Bei einem Empfang begegnet sie Milan wieder, in dessen Familie sie nach der Trennung ihrer Eltern im Frühjahr 94 einige Monate gelebt hat. Die Erinnerungen an diese Zeit, aber auch Milans unentschiedene Haltung zwischen gesuchter Nähe und schroffer Zurückweisung überrumpeln und faszinieren sie zugleich. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät auch Miras Souveränität ins Wanken, ihr Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden.

Bild © by © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

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